Archiv für den Monat: Dezember 2015

19.05.2014 Vertikutieren

Jetzt ist Frühlingszeit und mein Rasen hat soviel Moos in sich angesammelt! Das ist mir eigentlich egal, aber an manchen Stellen möchte ich lieber eine schöne Liegefläche haben.

Also fix dabei, ich habe mir einen Vertikutierer geliehen und alles, was nicht in meinem Rasen bleiben sollte, sorgsam entfernt. Große Fehlstellen habe ich mit Sand aufgefüllt und den Rasen nachgesät. Toll, so einfach geht das.

Wie schön wäre es, wenn ich dieses Prinzip auch auf mein Inneres anwenden könnte. Auf die vielen negativen Gedanken in meinem Kopf. Immer, wenn sich mal wieder irgendwelche schlechten Gedanken in meinem Hirn festsetzen, einfach vertikutieren, nachsähen, und alles ist wieder in Ordnung. Das wäre schön, sehr schön. Leider haben passende Medikamente Nachwirkungen, wie etwa ein Suchtverhalten. Das geht also gar nicht, jedenfalls nicht für mich. Dann bleibt mir also nur wieder die Zeit!

08.05.2014 Ist die Rente sicher?

Neulich lass ich mehrere Leserbriefe, es ging um das Thema Rente. Immer wieder wurden dort auch die Kinder angeführt. Welche, wie es wohl unumstößlich fest steht, bislang für die Rente ihrer Eltern aufkommen müssen. Von Kinderlosen wurde behauptet, Kinder würde man ausschließlich aus monetären Interessen „anschaffen“. Und die Unterstützung, welche Eltern dafür bekommen, als „Entschädigung“ dafür angesehen. Wie erbärmlich!?

Ich plädiere für eine freie Wahl des Renteneintrittalters, Abstriche der Rente bei gewollter Kinderlosigkeit (Bonität während des Arbeitslebens vorausgesetzt), Zahlpflicht für alle Mitbürger je nach ihrer Leistungsfähigkeit(Jeder hat Eltern), Zahlpflicht auch durch Kapitalerträge und betriebliche Gewinne! Dieses hätte für die „arbeitende“ Gesellschaft niedrigere Beiträge zur Folge, welches auch erstmal gerade Betriebe mit einer hohen Lohnquote durch eine geringere Abgabe von Arbeitgeberanteilen helfen würde. Dafür werden aber auch die Gewinne mit veranlagt! Also auch die Produktionsmethoden, bei denen hauptsächlich Maschinen und Roboter die Wertschöpfung „meistern“. Die Wertschöpfung sollte die „Quelle“ der Rentenleistung darstellen, nicht nur der Arbeitende. Damit könnte etwas mehr Rentengerechtigkeit gewahrt werden!

03.05.2014 Freunde

Freunde für das Leben, wer hätte das nicht gern. Neulich abends auf einer Veranstaltung traf ich nach mehreren Jahren durch Zufall einen guten alten Bekannten wieder. Wir lagen uns sofort in den Armen, ich spürte so eine unbeschreibliche Nähe. Keine körperliche, sondern eine mentale. Er lud mich für später zu sich zum Kaffee ein, über alte Zeiten reden. Wir haben uns viel zu erzählen, über den Beruf, über die Familie. Auch zu dem Thema Trennung, der Trennung von dem langjährigen Lebenspartner. Er hatte seiner Familie gerade ein Traumhaus gebaut, danach ging die Ehe in die Brüche.

Ähnliche Schicksale im Leben können Freundschaften noch enger werden lassen, noch intensiver und verbindender. Weil der Andere mitfühlen, mitleiden kann. Kein Mitleid von oben herab, sondern ehrliches Leiden. Und genau dieser Vorgang gibt der Freundschaft dann zusätzliche Kraft, die nötige Energie zum Überleben in einer manchmal doch so oberflächlichen Welt. Einer Welt, in der jeder nur seinen eigenen Vorteil sucht. Vorteilsnahme hat in einer Freundschaft nichts zu suchen, dieses wäre das Ende der Selbigen.

25.04.2014 Bis dass der Tod…

Bis dass der Tod euch scheidet, wie viele haben diesen Eid schon geschworen, vergebens geschworen? Manche Paare merken schon nach kurzer Zeit, dass sie nicht zum Zusammenleben geboren sind, oder einfach nicht zusammen passen. Bei manchen dauert es etwas länger, manche Frauen bemerken so um ein Alter von ca. 30/35 Jahren eine Veränderung ihres Bewusstseins: „War das alles, was das Leben mir zu bieten hat? Soll es jetzt so weitergehen bis zum Ableben?“. Midlife-Crises gibt es nicht nur bei Männern.

Oft ist nur einer in der Beziehung unglücklich, findet keine Erfüllung mehr. In länger andauernden Ehen können auftretende Krisen eine Beziehung verfestigen, oder aber alles zerbrechen lassen! In diesem Fall entscheidet nur die wahre Liebe! Wenn die Liebe nichts mehr zählt, was folgt dann? Entscheidet dann der eigene Vorteil, welchen man aus der Partnerschaft bezieht? Wenn der Unzufriedene ein dickes Minuszeichen bei sich erkennt, erfoglt die Trennung?

Und nach der Trennung, wie lange hat der/die Verlassene damit zu kämpfen? Wann haben sich alle Synapsen im eigenen Hirn damit arrangiert? Manche Psychologen sagen, genau so lange wie die Dauer der Partnerschaft! Dann nehme ich Diese wohl mit ins Grab… …abgerechnet wird immer zum Schluss!

16.04.2014 Entdeckung der Langsamkeit

Früher war ich ein temperamentvoller Autofahrer, schnell ans Ziel kommen war meine Devise. Und jetzt, auf meiner letzten Autobahnfahrt über 800 Km, nahm ich mir vor nicht schneller als 120 km/h zu fahren. Und es war fantastisch, so entspannend. Ich brauchte mir keine Gedanken machen um irgendeinen zu überholen, lies einfach alle an mir vorbeiziehen. Auch ein sehr angenehmer Nebeneffekt, ich brauchte nicht eine Tankstelle auf der Autobahn.

Vor Jahren hatte ich dieselbe Erfahrung auf den französischen Autobahnen machen dürfen, mit ca. 130 km/h war es ein angenehmes Gleiten mit dem Auto. Für mich ist es unergründlich, warum in Deutschland immer noch kein Tempolimit auf den Autobahnen eingerichtet ist. Die Diskussionen um das Klima, die händeringende Suche nach Energiesparmöglichkeiten lassen doch eigentlich keine andere Wahl. Es wäre schön, wenn auch die Automobilkonzerne endlich diese entscheidende Richtungsänderung mit einschlagen würden!

Die Entdeckung der Langsamkeit, die Entschleunigung des Lebens, machen wir es wie die Schildkröten! Wir können selbst wählen!

06.04.2014 Rechtschreibung

Darf ich hier überhaupt etwas schreiben? Meine Noten für meine Rechtschreibung waren nicht die Besten, unser Deutschlehrer stempelte uns Langlinger Schüler gleich in den ersten Wochen auf der neuen Schule pauschal als zurückgeblieben ab. Immerhin schaffte ich es als einziger aus dieser Gruppe, ohne eine Ehrenrunde drehen zu müssen, bis zum Abschluss.

Wahrscheinlich sind auch in diesem Text schon wieder Fehler enthalten, ich möchte aber trotzdem schreiben. Warum sollte ich mich von Fehlern aufhalten lassen? Und wenn sich einer darüber aufregt, hat derjenige wahrscheinlich ein Problem mit sich selbst. Muss alles perfekt sein, muss ich perfekt sein? Wärst Du gerne mit perfekten Menschen zusammen, wie kämst Du Dir dann vor? Wahrscheinlich würdest Du Dich dann minderwertig fühlen, nicht komplett?!

Ich habe jahrelang nach dem Perfekten gesucht, bin daran zerbrochen. Mein Körper hat mir dann die Grenzen gesetzt, also, lasst uns Fehler machen!

05.04.2014 Schläge haben noch keinem geschadet

Wie lebhaft könnten Menschen sein, wären Sie in Ihrer Kindheit nicht unterdrückt worden! So lebhaft wie das sprudelnde Wasser in dem Resonanzbecken, frei und unbeschwert!

Menschen aus asiatischen Kulturen wundern sich, wie wir Deutschen mit unseren Alten umgehen, dass sie einfach ins Heim abgeschoben werden. Mir fällt dazu ein: Wie sind unsere Alten mit ihren Kindern umgegangen, wie gehen Eltern mit Ihren Kindern um? Erziehung der Kinder ist die wichtigste aller Aufgaben von Eltern, diese lernen dies aber nur durch die Eigene! Warum gibt es in der Schule noch kein Fach für Kindererziehung? In den Medien wurde kürzlich darüber berichtet, wie ein Mann sich weigerte für seinen altersschwachen Vater zu sorgen. Sein Vater hatte ihn in seiner Kindheit geschlagen, und jetzt soll er sich liebevoll um seinen Vater kümmern?! Wer sollte es sonst tun? Ich denke, es könnten jenen machen, die die Familie als Keimzelle der Gesellschaft abschaffen wollen!

Wir müssen alles unternehmen um Familien zu stärken, nicht finanziell, sondern mental!

02.04.2014 Wirtschaftswachstum und/oder Energie sparen?

Ein Dilemma für die Menschheit, auf der einen Seite zwingend massenhaft Energie einsparen zu MÜSSEN, auf der anderen Seite aber immer neue energiefressende „Sklaven“ zu erfinden. Z.B. Autos, diese werden zwar immer sicherer, aber auch energiehungriger: Kameras für die vielen toten Winkel, elektrische Versteller für alles Bewegliche, eine unendliche Anzahl an Sensoren, mit dem Internet verbundene Schaltzentralen etc.. Bald brauchen wir gar nicht mehr selbst zu fahren, wir schicken das Auto selbstfahrend zu unserem Urlaubsort und fliegen mit dem Flieger hinterher, es geht ja schneller, und spart ja soviel Zeit. Die dafür benötigte Energie gewinnen wir durch nachwachsende Rohstoffe, welche auf gerodeten Urwaldflächen gewachsen sind. Und das trifft dann genau die Ureinwohner dieser Regionen, welche selbst am energiesparendsten leben. Im Einklang mit der Natur!

01.04.2014 Grenzen aufzeigen

Einigkeit macht Stark, dieses erlebe ich gerade am Beispiel der Krim und an Putin. Das Tauziehen um den östlichen Landstrich der Ukraine hat die breite Mehrzahl aller Länder der Welt zusammen gebracht, gegen das Machtgehabe Putins.

Er hat sicher die volle Unterstützung vieler seiner Landsleute, aber das hatten wir schon zu genüge in Europa. Nationalismus hat noch keinem Land der Welt auf Dauer Glück gebracht, trotzdem lässt er weiterhin seine Muskeln spielen. So erhöht er mal eben die Gaspreise für die Ukraine um 30%, dazu hat er noch die komplette ukrainische Marine nach guter alter Seeräuber-Mentalität gekapert.

Die russischen Soldaten waren nicht als solche zu erkennen, Putin spielt mit gezinkten Karten, welch ein Armutszeugnis für einen Staatsmann. Da bin ich froh in einem Teil der Welt zu leben, in dem die verbale Auseinandersetzung Vorrang hat, in der EU.

Ich wünsche den Ukrainern auch mal Teil der EU zu werden, dann stoßen wir an, mit Krimsekt!

28.03.2014 Gleiche Wellenlänge

Nach meinem Besuch auf dem 1. Interalpinen Lachyoga-Kongress in Salzburg bekomme ich viele Reaktionen auf das was ich jetzt betreibe. Ich kam dort schon entspannt an, nach einer Woche Skifahren bei traumhaftem Wetter. Ich wollte die ganze Reise schon absagen, da mir zuhause die Probleme über den Kopf stiegen. Nachwehen meiner Trennung und eine langsam beginnende Pflegebedürftigkeit meines Vaters ließen mich zögern. Aber jetzt bin ich froh dabei gewesen zu sein, es war für mich so befreiend. Zu erleben, wie Andere nach einem schwerem Schicksalsschlag oder nach Unzufriedenheit mit ihrem bisherigem Leben etwas Neues anfangen. Einfach den alten Job kündigen um diesem unaufhörlichen Mahlwerk der Wirtschaft zu entfliehen. Die Wirtschaft fragt nicht danach wie es dir geht, entweder du lieferst oder du bist geliefert! Aber letztendlich kann sich keiner dieser natürlichen Auswahl ganz entziehen, oder doch? Grenzen aufzeigen kann helfen!