Rudy

Auf Spotify läuft „Rudy“ von Supertramp, ein Lied von einer meiner ersten Schallplatten, die ich mir von meinem ersten Lohn ende der 70’er kaufte, neben dem guten Dual-Plattenspieler. Den Tonarm musste man von Hand in die richtige Position führen, dabei erinnere ich mich an das Geräusch, wenn die Nadel des Tonabnehmers sanft auf der sich mit 33,3 U/min konstant drehenden Schallplatte in die Anlaufrille fiel, der Rille, in dem ein Stereosignal seinen Platz fand.

…dabei blicke ich zurück auf die letzten Jahre, am 12.01.2011 bekam ich eine Diagnose, eine Frage des Lebens gestellt. Wollte ich wieder über das Prügel-Stöckchen springen, welches mir damals von meinem Vater hingehalten wurde, oder wollte ich frei sein…

…bei dem Gedanken laufen mir jetzt gerade Tränen aus den Augen…

…hält mir nochmals jemand ein Stöckchen hin, über das ich zu springen habe?

Niemand hält es mir nochmals hin, das wäre sein oder mein Ende.

„Rudys on the Train to nowhere…….He needs Time, He needs Time for Livin’…“

Willst Du Frei sein?


Munter bleiben, Euer h.Art.mut

Der bedingungslose Generationenvertrag

Alle Gesundheit geht vom Volke aus


Deutsche Übersetzung von Rudy:

Rudy sitzt auf halber Strecke in einem Zug nach Nirgendwo.
Er will gar nicht dorthin – aber er braucht Zeit.
Er ist weder anspruchsvoll noch sonderlich gebildet.
Nach all den Stunden, die er vergeudet hat, braucht er immer noch Zeit –
Zeit zum Leben und Zeit, um jemanden zu finden, der ihn überhaupt wahrnimmt.
Liebevollen Umgang hat er nie erfahren – ohne ersichtlichen Grund.
Die ganze Welt ist ihm weit überlegen.
Nicht, dass er zu dick wäre – das ist jedenfalls nicht alles.
Schau, wie er versucht, unbeteiligt zu tun – er will schließlich nicht als Trottel dastehen.

Rudy hat immer geglaubt, dass alle guten Dinge von selbst zu dem kommen, der warten kann.
Aber inzwischen dämmert es ihm, dass das zu spät sein könnte.


Die ganzen Jahre, dein ganzes Leben –
Keiner hat ihn geliebt, keiner hat sich um ihn gekümmert!
Mach das Licht aus, deine Ängste sind eh‘ schon finster –
So sehr ich mir auch Mühe gebe: ich kann meine Tränen nicht zurückhalten!
Wie kannst du überhaupt ohne Liebe leben – das ist doch gar kein Leben!

Jemand hat zu mir gesagt, ich soll selber Liebe geben – aber das habe ich mich nicht getraut …
Welchen guten Ratschlag willst du denn jetzt hören? –
Zuhören ist für alle gut!

Du nimmst die Sache jetzt mal besser selber in die Hand!
Zeig’s ihnen – alles oder nichts!
Halt dich an das Prinzip von Geben und Nehmen, bleib am Ball!
Sieh zu, dass du endlich Liebe bekommst!
Krieg dein Leben in den Griff!

Der Film ist vorbei – er kommt heraus, vor lauter Schmerz ganz benommen.
Und so traurig es ist: bald wird er wieder in diese
m Zug sitzen…

Writer(s): Richard Davies, Roger Hodgson Lyrics powered by http://www.musixmatch.com

Kommentar verfassen